Kommandos oder Signale?

Spielt die Wortwahl eine Rolle beim Training?

Mir fällt immer wieder auf, dass sich die Wahl der Wörter beim Hundetraining auch auf die Einstellung zum Training auswirkt. Eigentlich ist es doch egal, ob ich sage „Kommando“, „Befehl“ oder „Signal“. Oder ob ich von „Unterordnung“ oder „Training“ oder „Gehorsam“ spreche. Sollte man meinen. Ist aber meiner Meinung nach nicht so.

Mich wundert es nicht! Denn ein Wort wie „Kommando“ impliziert ja schon irgendwie, dass da einer ist, der „kommandiert“ , also das Sagen hat und der andere muss ja dann „spuren“. Und wehe, wenn nicht!

Ein „Signal“ dagegen ist einfach nur ein vereinbartes Zeichen, wo es einen Sender und einen Empfänger gibt. Das klingt in meinen Ohren wesentlich netter.

Genauso geht es mir mit dem Wort „Unterordnung“. Da sträuben sich mir einfach die Haare. Das hört sich so nach Gewalt an. Irgenwie bedrohlich. Denn wenn einer sich nicht unterordnet, dann passiert etwas Unangenehmes. Und das wäre wiederum sofort der Fall, wenn er mal ein „Kommando“ nicht befolgt.

Spreche ich von „Training“, bei dem „Signale“ vereinbart werden, lässt das in meinen Ohren viel eher die Option zu, weiter zu trainieren, wenn etwas noch nicht so gut klappt. Es impliziert für mich mehr Partnerschaft, mehr ein nettes Verhältnis.

Hör dir auch meine Podcast-Episode zum Thema Sprache beim Hundetraining an.

Wie siehst du das? Schreib es in den Kommentar.

Claudia Hußmann

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