Zeit für Veränderung

Heute wird es mal ganz persönlich hier. Das hat zwar schon etwas mit dem Thema Hund zu tun, aber hauptsächlich geht es heute mal um mich.

Alles wird neu

Keine Hundepension mehr

Ich starte einfach mal mit dem Ende: Alles wird NEU und ANDERS.

Zum 31.1.2018 schließe ich nach fast 20 Jahren meine Hundepension. Das tue ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber dazu später mehr.

Ende Januar werde ich nach fast 21 Jahren umziehen in meinen Alterswohnsitz. 🙂

Und ja, ich werde mein Riesenanwesen verkaufen. Ob es mit der Hundepension dann eventuell doch weitergeht, kann ich im Moment noch nicht sagen.

Ich werde auch keine Pflegehunde mehr aufnehmen, jedenfalls höchstens noch kleine und weibliche. 😉

Hundeschule ganz anders

Entgegen anders lautenden Gerüchten geht die Hundeschule weiter. Aber anders.

Ich möchte mich gerne intensiv der Nasenarbeit mit Hunden widmen und habe da eine Menge Ideen.

Und alle, die mich kennen, wissen ja, dass wirklich gutes Training liebe. Und das Hinterfragen, was der Hund gelernt hat, ist auch ein Hobby von mir. Wobei kann man sein eigenes Training mit ganz viel Spaß immer weiter verbessern als beim Erarbeiten der Aufgaben der Hunde-Uni von Viviane Theby?

Deshalb wird anspruchsvolles Tricktraining eine zweiter Bereich werden, dem ich mich intensiv widmen möchte.

Man wird mich auch weiterhin buchen können für Einzelunterricht und -beratung.

Außerdem habe ich weitere vage Ideen im Kopf, die noch nicht so ausgereift sind, dass ich sie jetzt schon mitteilen kann.

Ob, welche und von wem weiterhin Grunderziehungskurse und andere Themenbereiche, denen ich mich nicht widmen möchte, angeboten werden, kann ich im Moment noch nicht genau sagen, da die Planung erst im Dezember erfolgt.

Mein Ziel ist es, nur noch Menschen zu unterrichten, die Spaß daran haben, etwas mit ihrem Vierbeiner zu machen und es nicht als lästige Pflicht ansehen. Wenn du zu denen gehörst und auch selbst immer gerne noch etwas dazu lernst, bist du bei mir genau richtig.

Es bleibt auf jeden Fall spannend. Und zu gegebener Zeit gibt es genaue Infos.

Eine Ära geht zu Ende

Oft (be)endet (man) ja etwas mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In meinem Fall kann ich sagen, dass es tatsächlich so ist.

Ich habe mir einen Traum erfüllt

Eigentlich wollte ich schon immer etwas mit Tieren machen. Aber dann kommen die Ratschläge der Eltern: „Mach etwas Anständiges!“, der Abi-Schnitt war nicht wirklich geeignet für ein Tiermedizinstudium und Tierarzthelferin war denn auch nicht so wirklich mein Traumberuf.

Also lernte ich tatsächlich erst Mal etwas „Anständiges“ und arbeitete auch viele Jahre in einem großen Konzern in meinem Beruf in der IT. So ein vermeintlich sicherer Job mit einem festen Gehalt ist ja auch nicht schlecht.

Trotzdem blieb es immer mein Traum, etwas mit Tieren zu machen und so startete ich 1997 mit meinem damaligen Ehepartner eine Tierpension und einen Futtermittel- und Tierzubehör-Lieferservice in Homberg.

Training statt BetreuungTolle Tricks für kleine Hunde

Ich merkte sehr schnell, dass mir das Training mit den Tieren mehr Spaß machte als die reine Betreuung von Tieren und so startete ich bereits 1998 damit, mich mit verschiedenen Trainingsmöglichkeiten zu beschäftigen, Fortbildungen zu besuchen, Ausbildungen zu machen.

Was nebenberuflich begann, hat sich immer weiter entwickelt und irgendwann habe ich meinen „sicheren“ Job an den Nagel gehängt und betreibe Hundeschule und -pension seit vielen Jahren hauptberuflich. Da ich mich schon vor Jahren von meinem Partner und mit ihm vom Futter- und Zubehörverkauf getrennt habe, habe ich das alles viele Jahre alleine gemacht. In den beiden letzten Jahren hatte ich Unterstützung, aber diese Ära geht jetzt ebenfalls zu Ende.

In so einem kleinen Ort wie Homberg und doch relativ weit weg von der nächsten größeren Stadt ist es schwer, nur von der Hundeschule zu leben. Viele Menschen halten Hundeschule auf dem Dorf doch nach wie vor für überflüssig. So brauchte ich die Hundepension, damit es zum Lebensunterhalt reicht.

Was es bedeutet, eine Hundepension zu betreiben

Wenn die Menschen „Hundepension“ hören, denken sie meist an nette Hunde, an streicheln, an Gassigehen, an draußen sein bei schönem Wetter.

Selbstverständlich gehört auch das zu einer Hundepension dazu. Und was mir immer besonders gut gefällt: Man hat die beste Möglichkeit, Hunde untereinander zu beobachten. Das ist total spannend. So kann man eine Menge lernen über Hundeverhalten.

Aber das ist eben nur ein kleiner Teil. Die Arbeiten, die gerne vergessen werden und was es so schwer macht, Menschen zu finden, die das mit einem gemeinsam machen, sind:

  • putzen, putzen, putzen ==> viele Hunde machen viel Dreck
  • waschen, waschen, waschen ==> viele Hunde bedeutet viele Decken
  • kein Wochenende ==> im Gegenteil, da kommt noch geballte Hundeschule dazu
  • kein Feiertag ==> da sind besonders viele Pensionsgäste da
  • 16-Stunden-Tage ==> Feierabend gibt es eher nicht und man muss ständig parat sein
  • bissige Hunde ==> Die sind zum Glück eher selten, kommen aber durchaus vor
  • nicht stubenreine Hunde ==> Oh ja, die gibt es
  • markierende Hunde ==> Wenn einer anfängt….
  • mit Artgenossen unverträgliche Hunde ==> Das bedeutet ständiges Management, einzeln Gassigehen, etc.
  • Hunde, die alles zerstören ==> Es gibt Hunde, die machen vor nichts Halt: Zäune, Wände, Türen, ….
  • IMMER aufmerksam sein ==> Ein Moment der Unachtsamkeit kann einen verletzten Hund bedeuten
  • Schlechtwettergeld gibt es nicht ==> Bei jedem Wetter müssen die Hunde raus und je nach Wetterlage nimmt der Dreck zu
  • Reparatur- und Pflegearbeiten aller Art ==> Vom Zaun bis zum Rasenmähen lässt man nichts aus

Ich möchte mich nicht beschweren. Ich habe mir das ausgesucht und ich habe es gerne gemacht. Nie im Leben hätte ich so viel darüber lernen können, wie Hunde sich mit und ohne ihre Menschen und auch untereinander verhalten. Mit der Zeit sieht man einen Hund und weiß schon, mit wem das klappen wird und mit wem nicht.

Das ist schon super spannend und hat mir immer viel Spaß gemacht.

Zeit für mich und meine Hunde

Die schönen Seiten werde ich ein wenig vermissen. Das ist das weinende Auge. Auf der anderen Seite freue ich mich total darauf, mal wieder länger schlafen zu können, mehr Zeit für meine eigenen Hunde zu haben, Feiertage zu genießen und einfach mal dösen zu können, eine Tür offen lassen können und noch einige dieser Kleinigkeiten.

Training ohne Hundeplatz

Mein Hundetraining wird sich in Zukunft eher nicht mehr auf dem Hundeplatz abspielen. Das bedeutet auch: Keine Pflege des Hundeplatzes mehr. Kein Mähen, kein Bäume schneiden, keine Zäune reparieren…

Mit anderen Worten: Noch mehr Zeit für mich. Aber ganz ehrlich. Ich bin irgendwie aus dem Alter raus, wo es mir leicht fällt, 16 Stunden am Tag zu rödeln. Ich kann und möchte das nicht mehr.

Dafür widme ich mich ja auch anderen Dingen.

Wenn man alles so macht wie immer, wird sich nichts ändern. Klick um zu Tweeten

Mein drittes Standbein

Als drittes Standbein erstelle ich seit einigen Jahren Video-Kurse und eBooks zum Hundetraining und betreue inzwischen eine große Anzahl von Menschen via Internet. Und ja – das funktioniert sehr gut. Einige meiner Teilnehmer durfte ich inzwischen auch schon persönlich kennenlernen.

Es war und ist mir ein Anliegen, Training mit positiver Verstärkung noch viel mehr zu verbreiten. Denn leider bin ich immer wieder entsetzt, wie es doch häufig noch zugeht in Hundeschulen und -vereinen.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass (fast) alle Menschen nur das Beste für ihren Hund wollen und meine Vision ist es, so vielen Menschen wie nur möglich so einfache Anleitungen an die Hand zu geben, dass sie es schaffen, ihre Hunde mit positiver Verstärkung zu erziehen.

Auch, wenn ich nicht jeden Menschen auf dieser Welt erreichen kann, lohnt es sich doch für jeden Einzelnen, den ich erreiche.

Fort- und Weiterbildung

Ein wichtiger Bereich in meinem Leben ist nach wie vor die eigene Fortbildung. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, jedes Jahr Fortbildungen zu besuchen.

Besonders viel lerne ich selbst durch das Coachen von anderen Menschen. Seit einigen Jahren bin ich Coach bei der Fortbildung zum Trainingsspezialisten von Katja Frey. Eine fantastische Möglichkeit für Hundetrainer, ihr Wissen zu erweitern und ihre praktischen Fähigkeiten zu verbessern.

Aber ich erweitere nicht nur mein Wissen auf diesem Gebiet, sondern bilde mich auch auf dem Gebiet Onlinekurse und allem, was so dazu gehört, ständig weiter.

Denn es ist hier wie dort. Man muss immer dran bleiben und etwas TUN, sonst passiert nichts.

Mein Plan für die nächsten Jahre ist es, die beiden Bereiche Hundeschule vor Ort und Online-Hundeschule noch mehr miteinander zu verbinden und auch da gibt es schon einige Ideen.

Es wird also nicht langweilig bei mir und ich freue mich auf meine neuen ganz anderen Herausforderungen.

Aber jetzt geht es erst mal in die Weihnachtspause, dich ja schon immer meine Kreativpause war. Mitte Januar gibt es dann spätestens mehr Infos über mein neues Angebot.

 

 

 

2 Kommentare:

  1. Liebe Claudia!
    Wir waren vor 6 Jahren mit unserem Welpen Enno bei Dir in der Hundeschule und haben Dich als wunderbare „Hundeflüsterin“ schätzen gelernt. Wir wünschen Dir von Herzen alles Gute für Deine neuen Tätigkeiten, ganz nach den Worten von Hermann Hesse „und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“. Alles Gute für Dich und Deine Vierbeiner!

    • Claudia Hußmann

      Ja, ich erinnere mich an Enno. Die Hundeschule geht ja weiter. Von daher ändert sich ja nicht alles.

      Aber vielen Dank
      Claudia

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