Problemhund oder was?

Gibt es überhaupt Problemhunde? Oder haben manche Hunde einfach nur unerwünschte bzw. problematische Verhalten gelernt, weil einfach nicht vernünftig mit ihnen trainiert wurde?

Schon seit vielen Jahren beschäftige ich mich damit, solche „Problemhunde“, die im Tierheim oder bei Tierschutzvereinen gelandet sind und als unvermittelbar gelten, zu trainieren, bis sie sich so verhalten, dass sie vermittelbar sind.

Sind das wirklich Problemhunde?

Für mich ist ein Problemhund ein Hund, der sich und/oder andere Lebewesen gefährdet. Das können stereotype Verhaltensweisen sein, wie permanentes Kreiseln, lecken oder Selbstverstümmelung. Aber auch aggressives Verhalten mit Verletzungsabsicht gegenüber Menschen oder anderen Tieren.

So einen Hund bezeichne ich tatsächlich als Problemhund – auch, wenn das Verhalten wahrscheinlich gelernt ist. Ein Training ist manchmal gar nicht möglich ohne medikamentöse Unterstützung. Auch die Umgebung muss passen. Deshalb kann und möchte ich solche Hunde bei mir nicht aufnehmen und trainieren.

Viele Hunde zeigen einfach nur unerwünschte Verhalten

Die Hunde, die zu mir ins Training kommen, werden zwar häufig als Problemhunde bezeichnet, zeigen in Wirklichkeit aber nur einige unerwünschte und zum Teil auch sehr unangenehme Verhaltensweisen, die das Zusammenleben mit ihnen nicht einfach machen.

Häufig wurden sie genau wegen dieser Verhalten, die der Mensch ihnen antrainiert hat, abgegeben. Der Hund ist aber nur das Opfer von falschem Training und kann sehr schnell und gut trainiert werden.

Leinenzerren, Leinenaggression, Ressourcenverteidigung, mangelnder Rückruf, zuviel Bellen sind ganz häufig auftretende Problemverhalten.

Welche Probleme haben die Hunde?

Die Hunde haben häufig gar kein Problem. Sie tun einfach das, was sich für sie lohnt. Leider sind die Verhalten häufig problematisch für den Menschen.

So unangenehm es ist, mit einem 40 kg zerrenden und keifenden Hund durch die Welt zu kommen, sein Mensch hat ja genau dieses Verhalten mit ihm trainiert. Sonst würde er es nicht zeigen, oder?

Kein Welpe kommt an der Leine zerrend und bellend auf die Welt.

Wenn dem Hund dann noch das Knurren verboten wurde, und er gelernt hat, dass man nach Menschen schnappen muss, wird es etwas schwieriger. Es ist sehr mühsam, einem Hund wieder beizubringen, dass sich die Kommunikation mit dem Menschen lohnt und er nicht gleich zum letzten Mittel – dem BEISSEN – greifen muss. Aber es geht.

Hunde lernen schnell

Das Gute ist, dass Hunde sehr schnell lernen. Und sobald sie merken, dass sie sich Belohnungen verdienen können, sind sie auch mit Eifer bei der Sache. Manchmal dauert das ein paar Tage, bis es so weit ist, manchmal auch Wochen – je nach Alter und Vorerfahrung des Hundes.

Umso schöner ist es, wenn der Hund plötzlich mitmacht. Wenn er auf einmal merkt, dass es toll ist, mit dem Menschen zu kooperieren. Wenn er feststellt, dass er dem Menschen vertrauen kann und nichts zu befürchten hat. Wenn er plötzlich Fortschritte macht, von denen man einen Tag vorher nicht mal geträumt hat.

Ich zeige dir Wege

Wenn auch du einen Hund hast, der das ein oder andere problematische Verhalten zeigt, kannst du dich gerne bei mir melden. Ich zeigen dir Wege und Möglichkeiten, wie du mit deinem Hund so trainieren kannst, dass er gerne mit dir arbeitet. Alle meine Tipps beruhen auf dem Training mit positiver Verstärkung.

Ruf einfach an (Tel. 05681-936168), dann können wir einen Termin vereinbaren.

Claudia

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